Termine

Arminia ist Leidenschaft - die manchmal auch Leiden schaft....

Hier eine Übersicht von wichtigen Termine unserer "Blauen".

 

Und einer Nachbetrachtung vergangener Termine!

 

 

EREIGNIS ORT DATUM
ZEIT
Mitgliedervollversammlung Stadthalle  Sonntag
14.00

Quelle: www.arminia-bielefeld.de

 

Die Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit, der Ausblick auf schwere Aufgaben und die Wahl des neuen Verwaltungsrats prägten die Jahreshauptversammlung 2010.

 

Wolfgang Brinkmann eröffnete erstmals als DSC-Präsident die insgesamt siebenstündige Jahreshauptversammlung, zu der über 550 Arminia-Mitglieder erschienen waren. Brinkmann übergab das Wort alsbald an Versammlungsleiter Michael Vesper, der noch einmal an die turbulente JHV 2009 erinnerte und sich einen weniger hektischen Verlauf für die anstehende Versammlung wünschte. Soviel vorweg: Sein Wunsch ging in Erfüllung.

Nach dem Totengedenken, diversen Ehrungen (siehe unten) und dem ausdrücklichen Dank für die langjährige Vorstandsarbeit an Hans-Hermann Schwick und Albrecht Lämmchen eröffnete Brinkmann den Bericht des Präsidenten.

Brinkmann: Brauchen Stadt und Wirtschaft
„Es gibt nicht den einen Retter, es haben viele dazu beigetragen, dass wir die Lizenz erhalten haben", blickte Brinkmann zunächst auf die schweren Wochen nach Saisonende zurück. Die Unterstützung, die die Rettung möglich machte, habe von den Vereinsgremien bis zu den Fans gereicht.

„Wenn wir nicht weiter Unterstützung aus der Wirtschaft erhalten, wird ein mittelfristiger Bundesligaaufstieg kaum möglich sein. Und auch so würde es ein sehr schwerer Weg", blickte das DSC-Oberhaupt anschließend voraus und appellierte gleichfalls an die Stadt Bielefeld, die sich bewusst sein müsse, welchen Stellenwert der Verein für die Stadt habe. „Wir werden einen Weg finden, das Verhältnis zur Stadt wieder in Ordnung zu bringen."

In Sachen Öffentlichkeitsarbeit gelte es, auch in Zukunft mit einer Zunge zu sprechen und die Vereinsführung klar von der sportlichen Führung zu trennen. Zudem arbeite man an einem einheitlichen Vereinsleitbild, das jedoch nicht „von oben" erarbeitet und abgesegnet werde, sondern gemeinsam mit allen Mitgliedern. Ein weiteres Kernziel: Die Eliteförderung durch ein Jugendinternat, das ab dem 1. November, in enger Kooperation mit der Uni Bielefeld, zunächst einmal sieben auswärtige Jugendliche beherbergen soll.

Die Berichte aus den Abteilungen, die im Anschluss folgten, beschloss das neue Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Laufer mit den Worten „alle Abteilungen müssen zusammenarbeiten" und versprach, das eine oder andere von den Abteilungsleitern angesprochene Problem zu lösen.

Ziege: Taten statt Worte

Christian Ziege eröffnete seine Rede mit einem Schmunzler: Er komme „nicht so vom Reden." Im Verlauf seines Beitrags, der mit stürmischem Applaus bedacht wurde, bewies der DSC-Chefcoach jedoch das Gegenteil. Ziege erinnerte noch einmal an den Zusammenhalt im gesamten Verein, der ihn während der Phase der unsicheren Lizenzerteilung stark beeindruckt habe. Dieser Gemeinschaftssinn sei auch unabdingbar notwendig, wenn der DSC dahin zurückkommen soll, wo er hingehört. Das Wichtigste in Sachen Nachwuchs sei, dass er auch oben, also bei den Profis, ankomme, sonst nutzten alle Erfolge im Nachwuchsbereich nichts. Dieser Aufgabe habe er sich verschrieben.

Ziege schloss seinen leidenschaftlichen Appell mit der Botschaft, nicht das Reden, sondern das Handeln müsse an erster Stelle stehen. So sei es im Spiel gegen Cottbus gewesen, wo Ziege auf dem Platz und auf den Tribünen „bis zur 90. Minute den absoluten Willen erkannt" habe, sich gegen die Niederlage zu stemmen. In Zukunft müsse es für gegnerische Mannschaften einem „Horrortrip" gleichen, wenn sie in die SchücoArena kommen.

Mamerow: Aufarbeitung der Krise

Schatzmeister Andreas Mamerow erläuterte im Anschluss in seinem Finanzbericht alle relevanten Zahlen in Sachen e. V. und seiner Tochtergesellschaft, der KGaA. Der Jahresabschluss des e. V. ist hier noch einmal nachzulesen.

Als wesentliche Ursachen für die kritische Finanzsituation beim DSC nannte Mamerow insbesondere die zu hohen Belastungen durch den Stadionausbau und eine falsche Ursprungskalkulation für die Finanzierung der neuen Haupttribüne.

In Sachen „Bau auf Blau" bat Mamerow die Zeichner darum, „sich wohlwollend damit auseinanderzusetzen, die Fan-Anleihe - natürlich zu vernünftigen Konditionen - zu verlängern." Ein konkretes Angebot dazu werde die Zeichner demnächst erreichen.

„Wir befinden uns noch immer im OP, die Reha folgt erst noch", versinnbildlichte Mamerow den schweren Weg, der noch zu gehen ist. Eine Station auf diesem Weg könnte die Gründung einer Stadionbetreibergesellschaft sein. Mamerow nannte aber auch zwei weitere Möglichkeiten, das Stadion in der „Arminia-Gruppe" zu behalten, „was uns natürlich allen am liebsten wäre." Man prüfe derzeit Optionen, das Stadion entweder in Vereinshand zu belassen oder in die KGaA zu übergeben.

Doch ganz gleich, welche Option am Ende am sinnvollsten erscheine: „Ohne die Zustimmung der Mitglieder passiert gar nichts!" Mamerow, der einräumte, in der Vergangenheit nicht früh genug auf die drohende Finanzkrise reagiert zu haben, wurde mit viel Applaus vom Rednerpult verabschiedet. (hier geht's zu Mamerows ausführlichem Finanzbericht)

Stadionausbau: Bericht der Prüfungskommission
Präsidiumsmitglied Wilfried Lütkemeier und das kooptierte Aufsichtsratsmitglied Friedrich Straetmanns kamen noch einmal auf das Thema Stadion zurück und erläuterten den Bericht ihrer Prüfungskommission, die den Ablauf des teuren Stadionausbaus rekonstruierten. Der ausschnittsweise dargestellte Bericht wurde im Anschluss an den Ehrenrat übergeben. Lütkemeier empfahl den Mitgliedern, den Vorstand für das Jahr 2009 nicht zu entlasten.

Zudem verwiesen er und auch anschließend der Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Lohmeier auf den Ehrenkodex, dessen Etablierung als eine Lehre aus der zurückliegenden Krise gewertet werden dürfe.

Die Wahl des neuen Verwaltungsrats
Nun kam es zum wohl spannendsten Tagesordnungspunkt: Die Wahl des Verwaltungsrats. Nachdem sich jeder Kandidat noch einmal kurz vorstellen konnte, standen nach dem ersten Wahlgang Thomas Lauritzen und Friedrich Straetmanns, nach dem zweiten Dr. Andreas Erdmann und nach dem dritten Alexander Geilhaupt sowie Dr. Olaf Köster als Mitglieder des neuen Verwaltungsrates fest.


Ehrungen

  • 60 Jahre Mitgliedschaft: Otto Steiner, Heinz Seidel, Heinz Kühn, Manfred Bär
  • 40 Jahre Mitgliedschaft: Dieter Weidenhoff, Ursula Möller, Jürgen Radeck, Gerd Seidensticker, Ulf Bosse, Heide Kolmeier, Ursula Gottwald, Rudolf Giersch, Werner Vorher Jürgen Schulz
  • 25 Jahre Mitgliedschaft: Johannes Fredebeul, Michael Fredebeul, Ricarda Auf der Heyde
  • Wahl zum Ehrenmitglied: Dr. Ingelinde Poche-Blohm